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Kursangebote >> Sonderrubrik >> Pädagogische Fachkräfte & soziale Berufe
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Anleitung von Berufspraktikanten/innen
(ab Mo., 14.10.2019, 9.00 Uhr, vhs,414)
 

Die gekonnte Anleitung und Ausbildung von zukünftigen Erzieher/innen ist eine Aufgabe, die eine eigene Weiterbildung auf dem Gebiet der "Menschenführung" erforderlich macht. Es geht darum, die eigene Menschenkenntnis zu nutzen und weiter auszubauen, um den pädagogischen Nachwuchs in seinem Potenzial zu erkennen und zu unterstützen, wertvolle Prozesse zu begleiten und auf einen positiven Berufsweg vorzubereiten.
Gleichsam gilt es ganz besonders, bei den Berufsanfänger/innen auf den wertschätzenden Umgang mit den Kindern zu achten, die Mitwirkung im Team zu stärken sowie mit Eltern in Kontakt zu kommen. Durch die Praxisanleitung werden auch wichtige pädagogische Standards gesetzt!
Ein/e Praxisanleiter/in muss ebenso auf die Einhaltung der Rahmenbedingungen achten.

1. Abschnitt: Start und Rollenfindung (14. und 15.10.2019)
- Motivationsklärung
- Eigene Zielsetzung
- Rolle "Praxisanleiter/in"
- Rahmenbedingungen des Berufspraktikums
- Gestaltung des Anleitungsprozesses und Entwicklung eines Anleitungsplans.

2. Abschnitt: Aktion und Kommunikation (11. und 12.11.2019)
- Grundlagen der Gesprächsführung
- Das Anleitungsgespräch
- Gestaltung des Anleitungsprozesses
- Potenziale von Berufspraktikant/innen erkennen und fördern

3. Abschnitt: Reflektion und Zielerreichung (09. und 10.12.2019)
- Ziele kontrollieren, gegebenenfalls korrigieren und erreichen
- Zusammenarbeit mit Schule
- Auf den Berufsweg einstimmen
- Anleitungsprozess abschließen

4. Kolloquium (17.01.2020)
- abschließende Prozessreflektion
- individuelle Fachgespräche
- Übergabe der Zertifikate

Die Qualifizierung beinhaltet das Schreiben einer Hausarbeit und das Führen eines Fachgesprächs am Abschlusstag.
Der Dozent ist Diplom-Sozialpädagoge und Supervisor.

Kinder und Stress - Stressregulierung im Kindesalter
(Do., 17.10.2019, 18.30 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Bei Stress reagiert jeder Körper gleich, egal ob Manager oder Kind. Dieser Vortrag richtet sich an Eltern und Erziehende, die mehr über den kindlichen Stress und Stressregulierung im Alter von 0 bis 10 Jahren wissen möchten. Die folgenden Aspekte werden thematisiert:
1. Was ist Stress?
2. Was bewirkt Stress im kindlichen Körper und Gehirn?
3. Wie kann ich bei meinem Kind Stress erkennen und wie kann ich es regulieren?
4. Krippe und Kindergarten: Welche Rolle spielt die einfühlsame Begleitung der Kinder während der Eingewöhnung, um Stress zu reduzieren?
5. Balancestrategien: Wie kann ich mich selbst regulieren, um in der Rückkopplung mein Kind zu beruhigen (z.B. PMR-Übung).


Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten. Bezahlung an der Abendkasse.

"Wenn die Worte fehlen!"
(Fr., 25.10.2019, 9.00 Uhr, vhs,415)
 

Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen begegnen immer häufiger Kindern, die schwierige traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben. Deren Ursachen können liegen in:
- existentiellen Verlusterfahrungen
- körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt,
- Flucht- und Migrationserfahrungen,
- schweren Erkrankungen, Unfällen und
- traumatisierenden Verhalten psychisch kranker Eltern.
Dabei können Erzieher/innen in der alltäglichen Beziehungsarbeit mit diesen Kindern mit traumaspezifischen Verhaltensweisen konfrontiert werden, die es notwendig machen über traumapädagogisches Wissen zu verfügen, um kind- und situationsgerecht handeln zu können.
Seminarinhalte:
- Grundlagenwissen zur Psychotraumatologie
- Trauma aus neurophysiologischer Sicht
- Verlaufsmodell psychischer Traumatisierung
- Dynamik und Diagnostik psychotraumatischer Störungen
- Pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern
- Wenn die Sprache versagt! - traumapädagogische Interventionstechniken

Konstruktiv mit Kritik umgehen - und wie?
(Fr., 08.11.2019, 9.00 Uhr, vhs,414)
 

Im pädagogischen Alltag ist Kritik notwendig - dennoch sind Situationen, in denen man kritisiert wird, oft nicht angenehm. Leicht kann man sich persönlich angegriffen fühlen und das Gespräch droht unsachlich zu werden. In diesem Seminar erleben die Teilnehmenden, wie das konstruktive Infragestellen von Gewohntem neue Denkansätze ermöglicht. Die Herausforderung beim Umgang mit Kritik liegt darin, zunächst gelassen zu klären, worum es tatsächlich geht. Denn berechtigte Kritik ist sachlich zu behandeln und kann auch wertvolle Impulse zur Veränderung bieten. Unberechtigte Kritik dagegen sollte klar und entschieden abgewehrt werden. Wichtig ist dabei, eine Balance zu finden zwischen eindeutigen Signalen und wertschätzendem Umgang, damit das Arbeitsklima nicht negativ beeinflusst wird.
Dieses Seminar bietet ein System zum konstruktiven Umgang mit Kritik und gleichzeitig den Freiraum zum Erproben. Daraus erwächst eine souveräne Handlungskompetenz, wenn es in Zukunft wieder "Kritik-Alarm" gibt.

Selbstfürsorge und Stressbewältigung in pädagogischen Berufen
(ab Mi., 5.2.2020, 15.00 Uhr, vhs,216)
 

In den letzten Jahren haben sich die Aufgaben von pädagogischen Fachkräften verändert und erfordern ein hohes Maß an Belastbarkeit. Zudem stehen sie als Person permanent in Beziehung mit den Kindern, Eltern und Kollegen, viele Erzieherinnen nehmen die beruflichen Herausforderungen mit nach Hause. Ziel dieser Fortbildung ist, das Bewusstsein für "Stressfallen im pädagogischen Berufsalltag" zu schärfen und konkrete Kognitions- und Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Folgenden Themen werden wir uns zuwenden:
1. Was ist Stress und wie bemerke ich ihn frühzeitig?
2. Was kann ich tun, um Stress zu reduzieren?
3. Welche Möglichkeiten habe ich im Arbeitsalltag achtsam mit mir umzugehen?
4. Wie kann ich mit meinen Energiereserven gut haushalten?
5. Kennenlernen von Entspannungsverfahren (PMR)

Referentinnen: Stefanie Kara (Dipl.Päd.) und Tanja Daboosh (Dipl. Psychologin)
Kinder sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Umwelt zu entdecken und ihren eigenen Fragen forschend nachzugehen. Dazu brauchen sie interessierte Erwachsene, die ihren Weg altersangemessen begleiten. Der Kurs führt in die pädagogischen Grundlagen der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ein, thematisiert die Rolle der Lernbegleitung beim Forschen und Entdecken und gibt einen ersten Überblick zu MINT-übergreifenden Fachdidaktiken und Methoden.

Late Talker - Kinder, die spät sprechen
(Mo., 17.02.2020, 9.00 Uhr, vhs,414)
 

Late-Talker nennt man Kinder, die später als Gleichaltrige in die Sprache finden und mit 2 Jahren weniger als 50 Wörter sprechen.
Viele Eltern und Tagespflegepersonen machen sich Sorgen, denn diese Kinder fallen aufgrund ihrer weniger ausgeprägten Sprachfähigkeit im Alltag oft auf. Die Bezugspersonen werden vor die Fragen gestellt, wie sie damit umgehen: Können wir dem Kind noch Zeit geben oder lieber schon den Kinderarzt auf die Sprachentwicklung ansprechen?
In dieser Fortbildung klären wir, woran man Late Talker erkennt und wie man sie auf ihrem Weg zur Sprache unterstützen kann.
Die Dozentin ist Magistra Artium in Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Psychologie.
Wochenseminar
Die Menschen zutiefst zu verstehen, mit denen wir beruflich und privat kommunizieren, ist eine wichtige Voraussetzung, um erfolgreich zu sein.
Die "Personzentrierte Gesprächsführung" wirkt durch ihre wertschätzende Beziehungsgestaltung. Sie ist achtsamkeitsbasiert sowie körper-, emotions-, und ressourcenorientiert. Sie fördern damit Ihre Authentizität und vertiefen die eigene Empathie.
Die wissenschaftlich verifizierte Methode des erfolgreichen Beziehungsforschers und Psychologen Carl R. Rogers basiert auf seinem humanistischen Menschenbild. Er hat mit seinem "Personzentrierten Ansatz" die Basis für Weiterentwicklungen durch seine Mitarbeiter Marshall B. Rosenberg (GfK) und Eugene Gendlin (Focusing) bereitet.
Sie erhalten einen guten Einblick in die Methode. Die Rogers-Haltung wird komplettiert durch den Personzentrierten Methodenkoffer mit "Aktivem Zuhören", "Spiegeln". Trainingseinheiten lassen Sie das Erlernte direkt in die Praxis umsetzen. Bringen Sie Ihre persönlichen/beruflichen Themen in den Übungssituationen ein und erhalten dadurch bereits erste Erfolgserlebnisse.
Theorieinputs, Selbsterfahrung, Entspannungseinheiten und Triaden-Trainings ergänzen sich.

Inhalte:
- Das humanistische Menschenbild von Rogers
- Die drei Basisvariablen: Kongruenz, Akzeptanz/Wertschätzung, Empathie
- Aktives Zuhören
- Spiegeln / Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte
- Dekodieren von Botschaften

Der Bildungsurlaub ist offen für alle Interessierte. Insbesondere profitieren Menschen aus dem Gesundheitsbereich; psychosozialen, pädagogischen Berufsfeldern hiervon, die die Methode in ihrer Arbeit anwenden möchten. Auch Führungskräfte, Projekt- und Teamleitende vertiefen ihre emotionale Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit.

Neurowissenschaften und Pädagogik
(Mi., 04.03.2020, 9.00 Uhr, vhs,414)
 

In dieser Fortbildung lernen Sie ausgewählte Ergebnisse aus der neurobiologischen Forschung kennen sowie deren Bedeutung für die pädagogische Arbeit mit Kindern. Wir werden der Frage nachgehen, was die Hirnforschung herausgefunden hat und weshalb diese Erkenntnisse so wichtig in Bezug auf Bildungs- und
Erziehungsprozesse sind.
Mit folgenden Themen werden wir uns beschäftigen:
- Gehirnstruktur: Das kindliche Gehirn
- Hirnforschung und Lernen
- Die Bedeutung von Gefühlen und Stress für das Gehirn
- Transfer und Relevanz für den praktischen Alltag

Fortbildung zum Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP)
(ab Di., 10.3.2020, 9.00 Uhr, vhs,414)
 

Kinder lieben es, zu forschen und zu entdecken. Dabei können sie nicht nur Wissen aufbauen, sondern auch ihre eigenen Lernwege entdecken und - unabhängig von ihren sprachlichen Fähigkeiten - Selbstwirksamkeit erfahren. Die Menge des Wissens vergrößert sich ständig und die Welt verändert sich immer schneller. Daher ist es für Kinder besonders wichtig, sich des eigenen Lernens bewusst zu werden, es gezielt zu steuern und Wissen auf neue Situationen übertragen zu können. Lernen Sie, Bildungsprozesse mit Kindern so zu gestalten, dass diese sich ihrer lernmethodischen Kompetenz bewusst werden. Mathematik, Naturwissenschaft und Technik bieten praxisnahe Erfahrungsfelder, die in einem gemeinsamen Prozess entdeckt, vertieft und bearbeitet werden können.

Die Fortbildung bietet Ihnen eine Kombination aus praxisnahen Grundlagen im Sinne des hessischen BEP und aktiven Forschungs- und Entdeckungsphasen. Sie lernen eine Vielzahl von praktischen Ideen kennen, wie Sie die Themen in den verschiedenen Entwicklungsstufen und Bildungsorten mit Alltagmaterialien umsetzen können.
Zwischen den Fortbildungsterminen führen Sie in Ihrer Einrichtung ein selbstgewähltes Vorhaben mit den Kindern durch, das jeweils bei den Folgeterminen reflektiert wird.

Zu dieser Fortbildung müssen sich mindestens 2 Teammitglieder aus einer Einrichtung anmelden, damit der Transfer ins Team sichergestellt wird. Die Teilnahme an allen drei Fortbildungstagen ist zwingend erforderlich.

Die Inhalte dieser Fortbildung wurden gemeinsam mit der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" entwickelt, deshalb wird die Teilnahme an der Fortbildungsreihe auch für die Zertifizierung als Haus der kleinen Forscher anerkannt.

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