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Kursangebote >> Kursbereiche >> Mensch und Gesellschaft >> Geschichte und Zeitgeschichte
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1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant. Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«. Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war. In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

vhs.wissen live ist eine Kursreihe von interessanten Vorträgen, die ausschließlich aus dem Internet gestreamt werden. Sie können einfach zu Hause am Vortrag teilnehmen. Eine genaue Anleitung wird Ihnen nach Anmeldung zur Verfügung gestellt.

Die Rumpenheimer Fürstentage und ihre dynastischen Verbindungen
(Di., 19.10.2021, 19.00 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Die Rumpenheimer Fürstentage und ihre dynastischen Verbindungen nach Dänemark, Griechenland, Finnland und Italien
Vortrag der Volkshochschule in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN
Diese im 19. Jhd. stattgefundenen Familientage bildeten ein Drehkreuz des monarchistischen Europa und ein Heiratsmarkt für die Dynastien in Nord- und Südeuropa. Zwar hatte das Haus Hessen-Kassel sein Kurfürstentum 1966 an Preußen verloren, genoss aber unter dem Dach des Großherzogtums Hessen-Darmstadt ein autonomes Dasein in Rumpenheim. Es wurde zu einem Zentrum antipreußischer Politik bzw. zum dynastischen Symbol für Fürsten, die im Exil lebten. Eine besondere Beziehung bestand zu Finnland und Italien. So wurde Prinz Friedrich Karl am 09.10.1918 vom finnischen Reichstag zum König von Finnland gewählt, der jedoch - auf Wunsch der deutschen Reichsregierung - absagte. Der letzte 1896 in Rumpenheim geborene Philipp von Hessen war mit Mafalda, Tochter des Königs von Italien, verheiratet. Beide hatten ein tragisches Schicksal in den Kriegsjahren 1943-1944.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Der Antisemitismus der Anderen
(Do., 04.11.2021, 18.30 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Ursachen und Gründe für antisemitische Vorfälle, Strategien dagegen und Wege dem Antisemitismus zu begegnen
Vortrag und Gesprächsrunde der Volkshochschule in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN, der Jüdischen Gemeinde Offenbach, der Max Dienemann / Salomon Formstecher Gesellschaft und dem Ausländerbeirat Offenbach
Eine Vielzahl antisemitischer Vorfälle beunruhigt die Öffentlichkeit, nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern. Antisemitische Äußerungen scheinen auf dem Vormarsch. Eine große Rolle in der Diskussion über Gründe und Strategien gegen Antisemitismus spielen antisemitische Haltungen im Kontext von Migration aus islamisch geprägten Gesellschaften. Aber von was genau reden wir - wo verläuft die Grenze zwischen Antisemitismus und Solidarität mit "Palästina", gibt es genuin "islamischen" Antisemitismus? Der Vortrag beleuchtet das Phänomen in seiner Breite: Vom kurzen Blick auf die Geschichte der Juden in der islamischen Welt, auf die funktionale Rolle antiisraelischer und antisemitischer Propaganda im Nahen Osten bis zur Frage, wie man dem Phänomen am besten begegnen könnte. Anschließend an den Vortrag vertiefen Professor Alfred Jacoby, Anton Jakob Weinberger und Dr. Enno Knobel, Stadtältester, Antidiskriminierungsbeauftragter der Stadt und über 20 Jahre Dezernent für den Ausländerbeirat die Thematik.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Spuren der nationalsozialistischen Zeit - eine Stadterkundung
(So., 07.11.2021, 14.00 Uhr, Abfahrt vor Sheraton-Hotel am Büsing Palais , Berliner Straße 111)
 

Bei dieser Stadtrundfahrt der Offenbacher Geschichtswerkstatt und vhs Offenbach werden mit dem Bus Orte in Offenbach angefahren, die 1933 bis 1945 während des Naziregimes eine Rolle gespielt haben.
Wir informieren Sie während der ca. 2 1/2-stündigen Fahrt über Plätze und Gebäude,
- wo die Gestapo ihre Gegnerinnen und Gegner einsperrte und verhörte,
- wo die SS und ihre Helferinnen und Helfer die Synagoge und die Geschäfte der jüdischen Bevölkerung in Brand steckten,
- wo in Offenbach auf Scheiterhaufen Bücher und Bilder verbrannt wurden,
- wo Zwangssterilisation von Offenbacher Frauen und Männern vorgenommen wurden,
- wo sich die Organisationen befanden, mit denen Menschen versuchten, Widerstand zu leisten,
- wo die Opfer des Naziterrors beerdigt wurden und wo man ihrer z.B. mit 'Stolpersteinen' gedenkt,
- wo und welches die Betriebe waren, in denen Menschen aus Russland, Polen, Italien und anderen Ländern Zwangsarbeit leisten mussten.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Stadtführung - Offenbacher 'Stolpersteine'
(So., 14.11.2021, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Stadthof, Eingang Rathaus Offenbach)
 

Eine Veranstaltung der Volkshochschule in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Offenbach
Mehr als 130 von den vielen tausend Stolpersteinen, die der Kölner Künstler Gunther Demnig zur Erinnerung an die Opfer des NS-Terrors verlegt hat, liegen auch in Offenbach.
Die Mitveranstalterin, die Geschichtswerkstatt Offenbach - Initiatorin und Organisatorin der Stolpersteinsetzungen - möchte anhand einiger Steine die Idee der Stolpersteine erläutern und auch vom Schicksal bekannter und unbekannter Opfer der Barbarei berichten. Grenzen des Rundgangs sind die Ludwigstraße im Westen, die Bismarckstraße im Süden und im Osten die Mittelseestraße.
Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Spende für die Geschichtswerkstatt Offenbach wird gebeten.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Neue Friedenspolitik
(Mi., 24.11.2021, 18.00 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Vortrag der Volkshochschule in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN
Die gegenwärtige internationale Lage macht vielen Menschen Angst. Konflikte erscheinen kompliziert und unübersichtlich. Dem tritt der Referent entgegen, indem er friedenspolitische Lösungen dem Versagen der herkömmlichen Sicherheitspolitik gegenüberstellt und den aktuellen Stand der Diskussion zu folgenden Themen aufzeigt: Erfolge der Friedensbewegung - Abrüstung von Atomwaffen - Das Atomabkommen mit dem Iran - Die Bewaffnung deutscher militärischer Drohnen - Die Corona-Krise und der Rüstungsetat - Alternativen zum Kosovo-Krieg - Der seit 20 Jahren geführte und gescheiterte Krieg gegen den Terror, der Kriegseinsatz der Bundeswehr in Mali und Alternativen dazu - Deutsche und europäische Rüstungsexporte - Der Libyen-Krieg - Die positive Vision Sicherheit neu denken und die Klima-Krise. Der Referent, Verleger und Autor Thomas Carl Schwoerer ist Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen und Mitglied des Koordinierungskreises der Initiative "Sicherheit neu denken". Nähere Informationen auf seiner Wikipedia-Seite.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Der "Sexenio Revolucionario" (1868-1874)
(Di., 30.11.2021, 19.00 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Der "Sexenio Revolucionario" (1868-1874) und die Folgen für das moderne Spanien
Vortrag der Volkshochschule in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN
Wie in einem "Brennglas" von sechs Jahren (1868-1874) entfalten sich alle Konflikte der kommenden 150 Jahre: Tradition oder Anarchie, Zentralismus oder Separatismus der Regionen, Arbeiterbewegung oder Proletariat, Monarchie oder Republik, Kolonialreich oder Europa, Kirche oder Zivilgesellschaft, Demokratie oder Diktatur, Moderne oder feudaler Stillstand und Gewaltmonopol oder Bürgerkrieg. Erst die "Transición" nach Francos Tod 1975 machte den Weg frei für das Vermächtnis des "Sexenio Revoluconario": Durchsetzung eines bürgerlichen und demokratischen "Rechtsstates".
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Die historische Bedeutung von Weltumseglungen - Montagsclub
(Mo., 06.12.2021, 14.30 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Vortrag von Vicente Such-Garcia
Mit Magellan und Elcano gelang 1519 - 1521 die erste Weltumseglung von Europa aus. Obwohl nur 19 Menschen die Fahrt überlebten, konnte bewiesen werden, dass die Erde rund ist und alle Erdteile maritim erreichbar sind. Weiterhin wurde auch die Welt in ein spanisches und ein portugiesisches Kolonialreich durch den Vertrag von Tordesillas im Jahr 1494 bestätigt. Die zweite Erdumsegelung durch Drake (1577-80), diente dazu das iberische Monopol zu durchbrechen. Die wissenschaftlichen Seereisen von James Cook (1768-79) relativierte den vermuteten Südkontinent Australien und begründete die maritime Vorherrschaft des Britischen Empire bis zur Konferenz von Washington 1921/22.
Der Vortrag präsentiert die 10 wichtigsten archäologischen Entdeckungen in Deutschland und erläutert deren Bedeutung und Hintergrund. Germanen, Kelten, Römer - es ist ein bunter Strauß antiker Hochkultur und so manch interessante Zusatzerläuterung erwartet die Zuhörer. Der Schatz von Eberswalde, die Nebrascheibe, römische Schatzfunde und keltische Fürstengräber, das fränkische Fürstengrab von Gellep uvm. Die Veranstaltung eignet sich gut für Einsteiger in das Thema Archäologie.
Anmeldung erforderlich, 7,00 EUR (keine weitere Ermäßigung).
Volkshochschule Offenbach, Tel. 069 / 8065-3141, vhs@offenbach.de, www.offenbach.de

Die große Verschwörung: Botschaften von der Rückseite der Moderne
(Fr., 21.01.2022, 18.30 Uhr, vhs,110 Saal)
 

Vortrag der Volkshochschule in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft ARBEIT UND LEBEN
Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur. Angesichts der Corona-Pandemie ist das nur besonders augenfällig geworden. Fast jeder kennt Fälle von Menschen aus dem weiteren oder engeren Umfeld, die behaupten, eine ganz eigene Wahrheit hinter der Realität zu kennen. Das kann schnell beängstigend werden. So fremd und neu ist das Phänomen jedoch nicht, Verschwörungstheorien sind ein beliebtes Thema unserer Populärkultur und sie haben in der politischen Geschichte der letzten 200 Jahre immer wieder eine wichtige Rolle gespielt. Wie oft hilft ein Blick auf historische Zusammenhänge weiter: Verschwörungstheorien stehen bereits am Anfang der Moderne und Aufklärung - sie sind ein Teil von ihr. Andererseits scheint das Phänomen im Zeichen des Medienwandels immer weiter um sich zu greifen: Aber ist es dank Internet im "postfaktischen" Zeitalter nur sichtbarer geworden, oder hat sich qualitativ etwas verändert? Der Vortrag klärt ein paar grundsätzliche Kategorien in Sachen "Verschwörung", stellt Theorien vor und ordnet das Phänomen historisch ein. Geheimwissen hat der Referent nicht zu bieten - Beispiele etwa aus dem Zusammenhang mit "Covid-19" machen aber deutlich, wie Verschwörungstheorien funktionieren - und was das eigentlich Bedrohliche an Ihnen ist. Es geht um den Kern des Phänomens: Die Zukunft der Demokratie, den Zusammenhalt der Gesellschaft und um Angst.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

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